Einträge Tagged ‘ Paris ’


Frankreich ist das Land, in dem es sich nicht nur sprichwörtlich göttlich speisen lässt. Seine Hauptstadt zählt auch zu den wichtigsten Modemetropolen dieser Welt. Nur konsequent, dass da mal jemand alles unter ein Dach steckt: ein Café in Paris, in dem man nähen kann.

sweat-shop-sissi-martena

Die Idee hinter dem Sweat Shop war eigentlich eine Mode-Version eines Cybercafés, erklären die Macherinnen Sissi Holleis und Martena Duss. Nur dass Fashionistas sich hier an Nähmaschinen statt an Computer setzen. Die Geräte können sie stundenweise mieten.

sweat-shop-int

Als Modedesignerin und Make-up-Artist bei großen Marken geht es dem Duo natürlich erst mal um hochwertige Fashion. Sie lassen ihre Gäste nicht allein mit ihren DIY-Unterfangen, stehen mit Rat und Tat zur Seite, bieten Nähkurse an und laden Gastdesigner ein. „Jeder in Paris will Designer sein“, erklärt Holleis der NY-Times.

Beim Sweat Shop geht aber auch um die ökologische und ökonomische Antwort auf den aktuellen Zeitgeist. „Es wird Zeit, dass die Leute Sachen selbermachen“, sagt Holleis. In Paris gibt es wohl an jeder Ecke Retoucheurs – Änderungsschneidereien –, weil die Pariserinnen keinen Knopf annähen können. Das soll sich nun bald ändern in einem Atelier für alle.

garancedore

In Paris haben alle mit Mode und Design zu tun, wie eine Pariser Bloggerin zeigt.

Fürs Leibliche serviert Sweat Shop Biodelikatessen von Bob’s Juice Bar direkt nebenan. Die süße Vintage-Einrichtung mit 60er-Tischen, einem großen Arbeitstisch in der Mitte, einer Chill-out-Ecke und jeder Menge Näh-Utensil macht die Arbeit zur Gemütlichkeit.

Und warum gibt´s bei uns so was nicht? Ich finde die Idee super, weil Kreativsein mit Gleichgesinnten spannend ist. Außerdem würde ich viel mehr selber nähen, wenn mich das Chaos des Auf- und Abbaus der Nähmaschine samt rumfliegender Schnipselchen und Fädchen nicht so nerven würde. Oder was meint Ihr?

Links/Via

Tags: , , , , , , , ,
Wunderkind-Show

Wunderkind-Show

Als Wolfgang Joop mit Wunderkind bei der Pariser Fashionweek im Herbst auftrat, trauten so einige ihren Augen nicht: Er kombinierte romantische Looks und High Heels mit bestickten Kompressionsstrümpfen. In einem derart unmodischen Thema, sexy aufgemotzt und kurzerhand modisch gemacht, schwang viel Ironie mit. Auf Ironie folgte Ernst – mit einer Stützstrumpf-Kollektion, die Joop in Berlin unter dem Namen mJ-1 präsentierte. Der Stardesigner entwarf die neue Legwear in Zusammenarbeit mit medi, einem führenden Hersteller von Gesundheitsutensil, indem er deren Kompressionstechnik mit einem eigenen Design im wahrsten Sinn verwebte.

kampagne-530x355

Was (noch) nicht sexy ist, wird sexy gemacht – die Kampagne und der Strumpf dazu.

Auch jetzt noch scheiden sich die Geister über Sinn und Unsinn dieser Idee. Wieso bloß? Es ist doch so: Krampfadern, Thrombo… dings und all das Zeug, das wir lieber gar nicht aussprechen, trifft mehr Leute, als wir denken. Die Ursachen sind langes Sitzen, Stehen, Fliegen, enge Hosen – also jegliche unnatürliche Position, in der wir uns wenig bewegen oder anderweitig Blut stauen. Eine moderne Volkskrankheit also. „Die Frauen tun so, als würde ihnen das alles nichts ausmachen“, schimpft Wolfgang Joop in einem Interview mit der Welt über die gesundheitsignoranten Lebenstrends. Was hilft? Vorbeugen. „Dass 40 Prozent der Leute später Venenprobleme haben, müsste ja nicht so sein, wenn man rechtzeitig vorgewarnt würde.“ Kompressionsstrümpfe machen nicht erst im Seniorenalter Sinn. Leider sagt das Klischee etwas anderes, nämlich dass die helfenden Strümpfe hässlich, fleischfarben und direkt neben der Gehhilfe platziert sind. Darum hat nicht nur der Fashionist das Problem gerne ignoriert.

Joop-Premium-Berlin

Mensch, da wollen wir auf der Berliner Premium die Strümpfe (und unsere Füße) einem Härtetest unterziehen, und was passiert? Wir treffen den Herrn Wunderkind persönlich.

Seit mJ-1 hat zumindest die Ignoranz ein Ende, aber Wolfgang Joop will noch mehr und das Fashion-Tabu zum Fashion-To-Do machen. Er schwärmt: „Das ist ein revolutionäres Fashion-Thema.“ Tatsächlich sieht man seinen hauchzarten Strümpfen nicht im Geringsten ihre Stützkraft an und – wie heißt das? – Hochleistungsfasern und Feuchtigkeitsmanagement, genau. Wichtig ist: Wir haben die Teile bei der Messerennerei auf Bread&Butter & Co. selbst ausprobiert und fanden sie fantastisch. Und niemand hat uns darauf angesprochen.

Was meint Ihr? Gesund und trendy, geht das?


Via/Links:

Tags: , , , , , , , , ,

CONLEY`S TRENDREPORT: Fashion Storecheck Paris

Februar 9, 2010 | Erstellt von conleys | Keine Kommentare

Wir vom CONLEY`S Design-Team haben uns mal wieder in eine der Modemetropolen aufgemacht um aktuelle Modetrends zu sichten. Hier folgt die Zusammenfassung unseres „Storechecks“ in Paris.

Leider war es nicht ganz so erfolgreich wie erhofft, denn es gab soviel Sale wie noch nie. Ständer voll mit Angeboten bis zu 70% reduziert. Für Schnäppchenjäger ein absoluter Traum! Sogar Topmarken wie Chloe, Marc Jacobs und Prada hatten ihre Taschen im SALE! Hier jetzt aber trotzdem ein paar kleine Auffälligkeiten:

Ringel über Ringel: In den klassischen Farben wie Navy-Weiß und Schwarz-weiß, Vereinzelt Rot-Weiß geringelt, selten in Farbmixen wie z.B. grau & rot. Aber auch Ringelexperimente wie breiter Ringel mit schmalem Ringel zusammen in einem Teil oder auch gern mal den Ringel zum Mille Fleur Röckchen oder unter der Karobluse (Mustermix).

Storecheck Paris: Ringel über Ringel

Fashion Storecheck Paris: Ringel über Ringel

Wenig Tuniken mehr Hemden/Blusen in unterschiedlichen Varianten: Streifen mit verkürzter Knopfleiste, hinten kürzer als vorne.

Fashion Storecheck Paris: Blusen und Hemden

Fashion Storecheck Paris: Blusen und Hemden

Militaryelemente in Jacken und Schulterbetonungen:

Fashion Storecheck Paris: Militarylook

Fashion Storecheck Paris: Militarylook

Weitere Dessins:

  • Vichydessins in unterschiedlichen Größen
  • Mille Fleurs etwas größer im Dessin
  • „dots“tauchten wieder vermehrt auf
  • Batikoptiken

Fabrics:

  • noch immer leichte feine Jerseys
  • sehr leichter, hauchzarter Strick
  • noch immer Jeans, gewaschen aber nicht mehr so geschmückt (Nieten und Strass)
  • angesetzte Spitze
  • Tencel im Konfektionsbereich

Farben:

hier sehr auffällig puderige Pastelltöne wie:

  • Hauch von aquablau
  • hauchzartes Altrose
  • coralle, orange, Hummertöne
  • zarte Erdtöne
Fashion Storecheck Paris: Pastelltöne

Fashion Storecheck Paris: Pastelltöne

Mehr aus Paris kann ich Euch hoffentlich nach der Stoffmesse berichten. Diese findet in ca. 14 Tagen statt.

Schöne Grüße

Barbara

Tags: , , , ,

Verlängertes Wochenende in Paris

Oktober 28, 2009 | Erstellt von conleys | Keine Kommentare

Heute mal keine Modeinfos aus der französischen Metropole. Eigentlich drehte sich mein Wochenend-Trip um das Thema zeitgenössische Kunst. Auf dem Foire Internationale d’Art Contemporain konnte ich viele stylische Menschen und große Gesten von Künstlern bestaunen. Und in der ganzen Stadt verdammt gut essen:

Ein Tipp für die Gemütlichen

Derrière: Die Vogue bezeichnet es als „coolest restaurant in all of Paris“. Es handelt sich hier mal um etwas anderes als ein hippes Designer-Restaurant. Eher um ein „zu Gast sein bei guten Freunden“. Ein großes Appartement mit offener Küche, Esstisch, TV-Ecke. Laut und sehr interessant: die Ping Pong Platte im Restaurant. Alles in allem: einfach und gut. Tipp: unbedingt oben hinterm Spiegelschrank nachschauen, was da abgeht. Das Hausmannskost-Menu à la carte kostet 30-50€.

Einblicke ins gemütliche Derrière Restaurant

Einblicke ins gemütliche Derrière Restaurant

Ein Tipp für die Styler

Pershing Hall: Großer Regenwald wächst aus 8 Meter hoher Wand, DJ, Balkone. Sehr angesagt bei den Schönen und Stylishen. Unbedingt probieren: Black Cod MisoCaramelized.

Auch trés bon

Market:  gutes Essen, frenchasian, stylish. Weissweintip: Puilly Fume.

Immer wieder gut

Ein Drink im tel Costes und einen Rundgang durchs Restaurant nicht vergessen. Luxus, Lounge und ein bisschen Jet Set.

Hôtel Costes

Das edle Hôtel Costes

Fotos via Flickr und hollisterhovey.blogspot.com

Tags: , ,

3000 qm Schuhe empfingen mich letzte Woche bei meinem Storecheck in der Galerie Lafayette in Paris. Aber auch die Streetlooks waren beeindruckend: Ich konnte hinschauen, wo ich wollte, kein Outfit war dem Zufall überlassen.

Im Gegensatz zu London lassen sich in Paris keine klaren Trends herausfiltern. Stattdessen wird gekonnt kombiniert, was der Schrank, die Shops, die Vintage-Stores bieten. Nur eine Prämisse steht über allem: Vive la femme.

Das französische Kleid mag kurz sein, trotzdem wirkt es immer unschuldig. (http://blogs.lexpress.fr/cafe-mode/)

Das französische Kleid mag kurz sein, trotzdem wirkt es immer unschuldig.(http://blogs.lexpress.fr/cafe-mode/)

weiter lesen…

Tags: , , ,