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Backstage Travel

Hinter den Conleys-Kulissen – Teil 1: klick, klick, Katalog!

Mehrmals im Jahr könnt ihr einen neuen Conleys-Katalog in den Händen halten und auch online blättern. Aber wie entsteht so ein Katalog eigentlich? Da werden jede Menge Messen besucht, viel gebastelt und geschnippelt, Models und Locations ausgesucht, diskutiert und Haare gerauft, Fittings gemacht und, und, und…

Da wir mit vielen tollen Marken zusammenarbeiten, bekommen wir natürlich auch Bilder von ihnen zur Verfügung gestellt. Das meiste wird allerdings von uns selbst produziert. Manche Fotos hier in und um Hamburg, andere an den (anderen) wunderschönsten Orten auf der ganzen Welt. In der nächsten Zeit möchten wir euch gern zeigen, was passiert, bis der Katalog zu euch nach Hause kommt. Heute starten wir mit dem wichtigsten, nämlich den Fotos! Also los, Vorhang auf und hinter die Kulissen gehüpft :)

Klar, vor so einem Shooting steht jede Menge Vorarbeit, wir beginnen hier also nicht beim ersten Schritt. Aber Aktualität geht vor Reihenfolge, finde ich :) . Und da letzte Woche wieder ein Shooting stattfand, habe ich mich kurzerhand für euch eingeklinkt und brandaktuelle Paparazzi-Bilder geschossen!

Die Fotostrecke, um die es beim Shooting geht, steht ganz im Zeichen skandinavischen Designs: klare Linien, tolle Materialien und cleane Farben. Ich sehe die großartigen Outfits, die unsere Mädels von der Katalogproduktion in tagelanger Kleinarbeit zusammengestellt haben, beim Shooting zum ersten Mal und bin – ganz ehrlich – in fast jedes Stück sofort verliebt. Scandi ist aber auch einfach genau meins! Leider muss ich noch bis zum Herbst warten, bis es die Teile zu kaufen gibt.

Die ganze Begeisterung nützt aber gar nichts, wenn das Model nicht passt, denn auch das kann vorkommen. Diesmal zum Glück ganz und gar nicht, denn unser Model Angela passt zum neidisch-werden ideal zu den Outfits. Angela ist Profi, sie modelt schon seit 13 Jahren, seit 8 Jahren sogar Fulltime. Und das merkt man. Jeder Blick sitzt, sobald die Kamera an ist. Und dabei ist sie „backstage“ so bescheiden, herzlich und natürlich, dass man sie kaum als Model wahrnimmt. Gut, sie ist natürlich riesig (sogar im Vergleich zu mir und ich bin immerhin auch ganze 1,76 Meter groß) und super schlank. Aber auf den ersten Blick wäre sie keine, die ins Café reinkommt und direkt alle Blicke auf sich zieht. Wie gesagt, im ersten Moment. Jetzt verstehe ich das mit der Wandlungsfähigkeit. Denn vor der Kamera wird sie im Sekundenbruchteil zur modernen Brigitte Bardot. Und ich kann nur noch staunen!

Ice, Ice, Baby – da Outfits ja immer ein bis zwei Saisons im Voraus fotografiert werden, haben Models es nicht leicht. Auch Angela muss beim Shooting manchmal ganz schön frieren, nackte Beine bei 5 Grad und Hamburger Windverhältnissen machen wirklich keinen Spaß. Als ich sie bedauere, zuckt sie nur die Schultern, grinst und sagt „I´m a Model, that´s my job“. So unkompliziert kann das also sein, liebe Heidi-Meeedchen!
Unsere liebe Azubine Kim kann es trotzdem nicht mitansehen und hält Angela in den Shootingpausen einen Schal um die mit Gänsehaut überzogenen Beine.

Ich muss zugeben, ich hab immer gedacht, bei so einem Katalogshooting wird ein riesiger „Aufriss“ gemacht, mit Scheinwerfern und einer ganzen Horde von Menschen, die Assistenten mitbringen, die dann auch noch Assistenten haben. Insofern bin ich ziemlich überrascht von dem vergleichsweise kleinen Team aus etwa sechs Leuten inklusive Stylistin und Fotografin. Scheinwerfer gibt´s auch keine. Unsere Fotografin Sina klärt mich auf: „Das hier wird eine Streetstyle-Strecke. Würde man hier zu viel drumherum machen, ginge die Atmosphäre verloren und würde künstlich wirken. Deswegen halten wir das ganz simpel.“

Als wir zwischendurch alle einen Blick auf die bisher entstandenen Fotos werfen, ist es klar, was sie meint. Die Bilder sehen absolut professionell, aber sehr natürlich aus. Und wahnsinnig schön! Jetzt passt allerdings nichts besser als das alte Sprichwort „Wer die Wahl hat, hat die Qual“. In den nächsten Tagen müssen aus den vielen tausend Fotos diejenigen ausgesucht werden, die es in den Katalog schaffen. Was anschließend passiert, erzähle ich euch aber bei einem anderen ‚Hinter den Conleys-Kulissen‘.

Bis bald,
eure Kathy

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