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Allgemein Styling

Schräges Zeug// Diese Teile kann Anna Frost nicht mehr sehen

ANNA FROSTS‚ „NOTS“ …

Es gibt Dinge in der Modewelt, die sind schräg.

Ja, ich weiß, normalerweise stehe ich auf gerade dieses Zeug. Aber es gibt auch Dinge, die kann ich nicht mehr oder will ich nicht mehr sehen.

Dazu gehören unter anderem Brustbeutel. Ich war etwa 11, also schon einige Jahre her, da hängte mir meine Mutter so ein hübsches Kalbsleder-Beutelchen um den Hals, verstaute darin meine Adresse, Geld und eine Liste mit meinen Allergien und meiner Blutgruppe, diverse Notfall-Telefonnummern und –Adressen und schickte mich mit den Pfadfindern ins Sommerlager. Das Brustbeutelchen, mittlerweile total speckig und ausgebeult, war sehr praktisch, denn ich Schusselkopf konnte mein weniges Hab und Gut nicht verlieren und im Notfall wusste jeder Bescheid, wen er denn alles anzurufen hat.

Mit Mitte 20 würde ich so ein Beutelchen allerdings nicht mehr tragen. Ich finde es auch in keinster Weise stylish oder trendy. Eher kindisch. Frauen im 21.Jahrhundert tragen in Handtaschen ihr Hab und Gut herum. Aber nicht in einem Brustbeutel.

Ebenfalls aus einem anderen Jahrhundert ist der Yves Klein blaue Nagellack. Ebenso Lidschatten. Ich glaube, es waren die 90er, in denen dieses Azurblau einen regelrechten Boom erlebte und auf Lidern und Nägeln der Frauen auf der ganzen Welt auftauchte. Die Spicegirls waren die Königinnen in Sachen blauem Lidschatten und als Fan trug man diesen natürlich auch. Der farblich passende Nagellack von damals wich jedoch einem edleren „Rouge Noir“, „You don’t know Jaques“ oder „East Hampton Cottage“.  Und das ist auch gut so. Manche Dinge sollten schräg und in unserer Vergangenheit bleiben, denn es kommt noch mehr schräges Neues auf uns zu. Ganz bestimmt. Und das finden wir dann in einigen Jahren wieder schrecklich und mehr als schräg.

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