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Debbie in NYC: Fashion Week Recap

Endlich, möchte ich fast sagen. Die Fashion Week in New York ist vorbei und die frischen Frühjahrstrends für 2014 sind in den Showrooms verstaut, wo sie jetzt gerade während der Order-Week von Einkäufern begutachtet werden. Ja, denn während ich mir nach dieser anstrengenden Woche einen Lenz in New York machen und meine Lieblingsstadt noch ein wenig genießen kann, geht’s bei den armen Designern nun richtig rund… Man munkelt auch, dass ein paar Conleys-Einkäufer gerade hier sind…

Mode ist anstrengend. Sehr sogar. Was äußerlich nach High Life aussieht, ist in Wahrheit viel Arbeit und nur halb so glamourös, wie es aussieht. Das kann nur nicht fotografisch festgehalten werden. Für mich bedeutet Fashion Week an die 30 Shows in 7 Tagen. Und nein, keine After-Parties, denn: Früh aufstehen, bei 30 Grad von uptown nach downtown von Show zu Show hetzen, sich die Füße wund laufen, ständiges Warten bis man in die Zelte rein kann, gut drauf sein, damit der Smalltalk mit den Kollegen klappt, Streetstyles fotografieren, Facebook und Instagram updaten, tausende von Eindrücken filtern und zwischen den Shows, beziehungsweise zum Feierabend noch zeitnah Artikel hochladen. Schließlich leben wir in einer digitalen Welt und alles muss sofort ersichtlich sein. Ach ja, und dabei bitte noch gut aussehen. Oder es zumindest versuchen. Ach, ganz ehrlich, ab dem zweiten Tag ist mir das schon egal. Ab in komfortable Outfits. Ich bin ja nicht „the center of attention“, sondern die Models und die Kleidung auf dem Laufsteg. Jedenfalls sollte es so sein. Haben die crazy Fashion-Week-Blogger-Touris vor dem Mercedes-Benz-Zelt allerdings nicht verstanden. Die kommen nur, um fotografiert zu werden…

Ja, so ‚ne Fashion Week könnte richtig witzig sein, wenn man eine schön klimatisierte Limo gestellt bekommt, überall Front Row sitzt, sich die Zeit zwischen den Schauen Champagner trinkend in der Star Lounge vertreibt oder ein bisschen mit den Paparazzi spielt und zwei Assistentinnen hat – eine zum nachziehen des Lidstriches, und eine, vielleicht zum Schreiben?

Aber ich will mich gar nicht beschweren. Immerhin habe ich mir diesen Job aus voller Leidenschaft ausgesucht. Denn wenn man sich auf das Wesentliche konzentriert, auf das, worum es geht, auf die Mode für die kommenden Saisons, hat es was, einer der Ersten zu sein, der die Zukunftstrends sehen und erleben kann, ihre Inspirationsquellen entdeckt und sie beleuchtet. Und immerhin sind die Fashion Weeks auch immer eine schöne Ausnahme zum restlichen Alltag eines Fashion Editors. Wer neugierig ist, was ich in NYC bis jetzt erlebt habe, bekommt hier einen kleinen Sneak Peak. Und wer mehr sehen will, darf mich auf Instagram besuchen: fffashioncom mein Name.

PS: Stay tuned – bald gibt’s von mir wieder ein paar Local Tipps aus New York, Trendvorhersagen und Streetstyles!

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